Kaum ein Gewerk hat gerade mehr zu tun als die Heizungsbranche: Der Sanierungsboom Richtung Wärmepumpe füllt die Auftragsbücher, und im Winter kommt das Servicegeschäft obendrauf. Das Problem ist selten die Nachfrage, sondern die Abwicklung: Wer im Papier versinkt, lässt Umsatz und Fördertermine liegen.
Wartungsverträge: das Rückgrat
Brennerservice, Wärmepumpen-Check, Entkalkung: Wartung ist der planbare Teil des Heizungsjahres, und sie gehört als Vertragsbestand geführt: Anlage, Kundin, Rhythmus, letzter Service, vereinbarter Preis. Daraus entstehen die Herbst-Touren von selbst, und jede erledigte Wartung wird ohne Abtippen zur Rechnung mit QR-Zahlteil. Nebeneffekt: Der Wartungsbestand ist die beste Pipeline für Sanierungen, denn Sie wissen als Erster, welche Anlage auf den letzten Winter zugeht.
Die Winterspitze: Notdienst ohne Zettelchaos
Heizung tot bei minus fünf Grad ist ein Notfall mit Zuschlagsrecht. Damit die Marge ankommt, gilt dasselbe wie beim Sanitär-Notdienst: Auftrag am Handy, Stunden und Material vor Ort erfasst, Zuschläge als fixe Positionen, Rechnung am Folgetag. Im Januar, wenn drei Monteure parallel unterwegs sind, ist der Unterschied zwischen Zettel und App ein Wochenende Büroarbeit pro Woche.
Sanierungen: Offerte, Förderung, Etappen
Der Wärmepumpen-Umbau ist ein Projekt mit langem Vorlauf: Besichtigung, Dimensionierung, Offerte, Fördergesuch (kantonale Programme, oft via Gebäudeprogramm), Lieferfrist, Umbau, Inbetriebnahme. Digital entscheidend:
- Offerte schnell und verständlich, mit Varianten (z.B. Luft/Wasser vs. Sole) und klarer Abgrenzung zu Elektro- und Bohrarbeiten (Anleitung). Hinweis aufs Fördergesuch gehört hinein, zugesichert wird nichts, was der Kanton entscheidet.
- Akontoplan entlang der Etappen; die Wärmepumpe ist bestellt und bezahlt, lange bevor sie läuft.
- Projektdoku: Fotos, Inbetriebnahmeprotokoll, Einstellwerte am Projekt. Das ist die Grundlage für Wartungsvertrag und Garantiefälle.
Rechnet sich das?
Ein Heizungsbetrieb mit 200 Wartungen und 25 Sanierungen im Jahr gewinnt an drei Stellen: vollständig verrechnete Notdiensteinsätze, Wartungsrechnungen ohne Büroabend und Akontopläne, die die teure Lagerfinanzierung verkürzen. Dem stehen Softwarekosten gegenüber, die ein einziger sauber verrechneter Notdiensttag deckt. Wie MeisterOffice für Heizungsinstallateure aussieht, zeigt die Heizungs-Seite; den eigenen Satz liefert der Stundensatz-Rechner.