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Gipserbetrieb digitalisieren: Takt halten zwischen Rohbau und Maler

Trockenbau und Verputz im Bautakt: der Digitalisierungs-Fahrplan für Gipserbetriebe, von der Ausmass-Ehrlichkeit bis zum Nachtrag beim GU.

Der Gipser ist das Gewerk in der Mitte: Nach ihm kommt der Maler, vor ihm der Rohbau, und seinen Takt gibt die Bauleitung vor. Wer hier mit Zetteln arbeitet, verliert an zwei Fronten gleichzeitig: beim Ausmass und beim Nachtrag.

Ausmass: die Wahrheit in Quadratmetern

Verputz und Trockenbau werden nach Ausmass abgerechnet, und zwischen Plan-m2 und gebauten m2 liegen Erker, Leibungen, Schächte und Änderungen im Bauverlauf. Wer das Ausmass laufend führt (pro Etage, pro Wohnung, mit Fotos), statt es am Schluss aus Plänen zu rekonstruieren, verrechnet die gebaute Realität. Die Differenz ist regelmässig vierstellig pro Objekt, und sie ist mit Doku unbestreitbar, ohne Doku ein Geschenk an den Auftraggeber.

Nachträge: schriftlich oder geschenkt

“Machen Sie das noch schnell mit” ist auf der Baustelle ein halber Satz, auf der Schlussrechnung ein Streitfall. Die Regel für jeden Zusatzauftrag: kurz erfassen (was, wo, wer hat es angeordnet), Foto dazu, Regie oder Nachtragsposition daraus machen und zeitnah verrechnen, nicht erst in der Schlussrechnung. Die Offerte legt dafür die Basis mit sauberen Vorbehalten (Untergrund, Trocknungszeiten, Anzahl Spachtelgänge).

Im Takt bleiben: Termine und Trocknungszeiten

Der Bautakt kennt keine Gnade: Ist der Grundputz nicht trocken, wenn der Maler kommt, sind Sie schuld, auch wenn die Baustelle zu kalt war. Dokumentierte Bedingungen (Temperatur, Lüftung, Stillstände) und ein Projektstatus, den das ganze Team sieht, nehmen Ihnen diese Diskussion ab. Die Zeiterfassung pro Objekt zeigt zudem, wo die Stunden wirklich hingehen, Akkord hin oder her.

Als Sub beim GU: dieselben Regeln wie für alle

Gipserbetriebe arbeiten überwiegend für General- und Totalunternehmer. Das heisst: Teilrechnungen nach Etappen, offene Posten im Blick, konsequentes Mahnen und das Bauhandwerkerpfandrecht als letzte Sicherheit, mit der Viermonatsfrist ab Ende Ihrer Arbeiten im Kalender.

Rechnet sich das?

Beim Gipser rechnet sich Digitalisierung fast ausschliesslich über zwei Posten: das vollständige Ausmass und die durchgesetzten Nachträge. Ein mittlerer Betrieb, der pro Objekt auch nur ein Prozent mehr gebaute Leistung verrechnet, bezahlt damit die Software für Jahre. Wie MeisterOffice für Gipser aussieht, zeigt die Gipser-Seite; den eigenen Satz liefert der Stundensatz-Rechner.

Weniger Papierkram, mehr Baustelle

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