Das Dachgeschäft diktieren zwei Chefs, die keine Termine kennen: das Wetter und der Sturm. Zwischen beiden liegt ein Betrieb, der grosse Materialmengen bewegt, auf Gerüste angewiesen ist und dessen Kundschaft oft nicht selbst zahlt, sondern deren Gebäudeversicherung. Genau diese drei Eigenheiten entscheiden, was Digitalisierung hier bringt.
Sturmschäden: Dokumentation ist bares Geld
Nach dem Sturm klingelt das Telefon im Minutentakt, und wochenlang arbeiten Sie für Versicherungsdossiers: Fotos vom Schaden, Bericht, Offerte für die Instandstellung, Rechnung an die Kundschaft, die sie der Gebäudeversicherung weiterreicht. Wer beim Notfalleinsatz direkt am Handy fotografiert, den Befund diktiert und die Notsicherung als Regie erfasst, hat das halbe Dossier fertig, bevor die Leiter im Fahrzeug ist. Die Offerte für die definitive Reparatur geht am Abend raus, sauber getrennt in Notsicherung (sofort verrechenbar) und Instandstellung (nach Freigabe).
Wetterfenster: Planung ist Umsatz
Eine Umdeckung braucht trockene Tage am Stück, das Gerüst steht trotzdem sieben Tage die Woche im Geld. Digital geplant heisst: Alle angefangenen und bereiten Objekte mit Status im Blick, Teams per Tagesplan verschiebbar, und wenn der Regen kommt, wird nicht improvisiert, sondern das Innenprojekt (Dachfenster, Isolation) vorgezogen. Wetterabbrüche und Stillstände gehören dokumentiert; bei Terminverzug ist das Ihr Beleg.
Material und Kran früh, Geld spät: die Liquiditätsschere
Ziegel, Unterdach, Spenglerarbeiten, Kranmiete: Bei einer Umdeckung sind fünfstellige Beträge gebunden, bevor die erste Reihe liegt. Darum gehören in jede grössere Offerte Akontozahlungen nach Etappen (Materiallieferung, Unterdach dicht, Abnahme), jede mit eigenem QR-Zahlteil. Bleibt ein Akonto aus, wird nicht weitergedeckt, und bei grösseren Objekten bleibt das Bauhandwerkerpfandrecht mit seiner Viermonatsfrist im Kalender.
Sicherheit und Team
Absturzsicherung, Gerüstabnahmen, Instruktionen: Was die SUVA sehen will, ist mit Foto und Datum am Projekt in Sekunden dokumentiert. Und die Zeiterfassung per Ein- und Auschecken erledigt die gesetzliche Pflicht dort, wo Wochenzettel bei Wind und Höhe ohnehin nie funktioniert haben.
Rechnet sich das?
Ein Bedachungsbetrieb mit fünf Leuten, der nach jedem Sturmereignis die Dossiers in der Hälfte der Zeit fertig hat und dessen Akontorechnungen pünktlich rausgehen, spart nicht nur Abende: Er verrechnet die Notsicherungen vollständig, die früher zwischen Leiter und Büro verloren gingen. Wie das in MeisterOffice aussieht, zeigt die Dachdecker-Seite; die Preise stehen online.