Zum Inhalt springen
Aktuell kostenlosAktuell kostenlos, 60 Tage Vorlauf bei Änderungen
MeisterOffice

KI im Handwerk: Wo sie im Alltag hilft und wo Sie selbst entscheiden

Offerte entwerfen, Mahnung formulieren, Belege lesen: Sieben konkrete Aufgaben, bei denen KI Schweizer Handwerksbetrieben Zeit spart, mit Beispiel-Anweisungen und drei Dingen, die Sie nie abgeben sollten.

Kurz gesagt: KI spart im Handwerksbetrieb vor allem Schreib- und Tipparbeit: erste Entwürfe für Offerten, Mahnungen und E-Mails, das Auslesen von Belegen, das Zusammenfassen von Notizen. Sie entscheidet nicht über Preise, Termine oder Zusagen. Die Regel, die sich bewährt: Die KI entwirft, Sie prüfen, Sie senden.

Die meisten Handwerker, die KI ausprobieren, tun es abends am Küchentisch mit einem Chat-Fenster. Das funktioniert, ist aber unbequem und hat zwei Haken: Sie kopieren Kundendaten in ein fremdes Werkzeug, und das Ergebnis steht nirgends, wo Sie es weiterverwenden. Dieser Ratgeber zeigt, bei welchen Aufgaben KI wirklich etwas bringt, wie Sie sie anweisen, und wo Sie die Finger davon lassen.

Sieben Aufgaben, bei denen KI hilft

1. Offerte als ersten Entwurf

Sie beschreiben die Arbeit in zwei, drei Sätzen, die KI macht daraus nummerierte Positionen mit Einheiten und einer Vorbehaltsliste. Ein brauchbarer Auftrag lautet:

Küche in einer 3-Zimmer-Wohnung: Wände und Decke 2x streichen, 85 m2 Wandfläche, 22 m2 Decke, Abdecken inklusive, Material von uns. Mach daraus Positionen mit Menge und Einheit, ohne Preise, und liste auf, was ich als nicht inbegriffen aufführen sollte.

Die Preise setzen Sie selbst. Ihr kostendeckender Stundensatz ist keine Zahl, die eine KI erraten darf (der Stundensatz-Rechner rechnet ihn aus Ihren Zahlen). Wie eine vollständige Offerte aufgebaut ist, steht im Ratgeber Offerte schreiben.

2. Richtofferte formulieren

Der heikle Teil ist der Vorbehalt, nicht die Zahl. Lassen Sie die KI Formulierungen vorschlagen, die klar “unverbindlich, ohne Aufmass” sagen, und prüfen Sie dann, ob sie zu Ihrem Fall passen. Warum das wichtig ist, erklärt der Ratgeber Richtofferte.

3. Mahnung im richtigen Ton

Die erste Erinnerung freundlich, die zweite bestimmt, die dritte mit Frist und Hinweis auf die Betreibung: Das ist Formulierungsarbeit, die eine KI zuverlässig vorbereitet. Die Fristen und den Ablauf kennen Sie aus dem Ratgeber Mahnung schreiben. Den Entwurf lesen Sie, bevor er rausgeht, jedes Mal.

4. Belege lesen statt abtippen

Quittung fotografieren, Betrag, MwSt und Positionen auslesen lassen, bestätigen. Das ist die Aufgabe mit dem besten Verhältnis aus Zeitgewinn und Risiko, weil Sie das Ergebnis mit einem Blick gegen den Beleg prüfen können. Für die Treuhänderin oder den Treuhänder zählt am Ende der Beleg, nicht die KI. Mehr zum Thema im Ratgeber Buchhaltung im Handwerksbetrieb.

5. Notizen zu einem Rapport zusammenfassen

Stichworte vom Handy, drei Sätze Sprachnotiz, ein paar Fotos: Daraus wird ein lesbarer Arbeitsrapport mit Datum, Ort, Arbeiten und Materialverbrauch. Die Rapport-Vorlage zeigt, was darin stehen sollte.

6. E-Mails an die Kundschaft

Terminbestätigung, Verschiebung, Nachfassen nach der Offerte: kurze, höfliche Mails in der Sprache der Kundschaft. Auch hier gilt: Sie senden.

7. Texte für Ihre eigene Werbung

Eine Referenzbeschreibung, ein Google-Profil, ein Inserat. Reden Sie dabei nie Dinge schön, die nicht stimmen, und lassen Sie Zahlen weg, die Sie nicht belegen können.

Drei Dinge, die Sie nicht abgeben

  1. Den Preis. Die KI kennt weder Ihre Fixkosten noch den Untergrund auf der Baustelle. Zu tiefe Preise bezahlen Sie, nicht die KI.
  2. Verbindliche Zusagen. Termine, Garantien und Festpreise sind Ihre Entscheidung. Was Sie unterschreiben oder versenden, gilt, auch wenn ein Programm es vorgeschlagen hat.
  3. Fachliche Beurteilung vor Ort. Statik, Feuchtigkeit, Elektro- Sicherheit: Eine Fotoanalyse ersetzt weder Messung noch Ihre Erfahrung.

Datenschutz: Was Sie in ein KI-Werkzeug eingeben

Seit dem 1. September 2023 gilt das revidierte Datenschutzgesetz. Für Handwerksbetriebe heisst das vor allem: Kundendaten gehören nicht unüberlegt in ein öffentliches Chat-Werkzeug. Namen, Adressen und Telefonnummern lassen sich bei den meisten Aufgaben weglassen oder durch Platzhalter ersetzen (“Kundin A, Zürich”). Bei Werkzeugen, die in Ihre Betriebssoftware eingebaut sind, klären Sie, wo die Daten verarbeitet und gespeichert werden und ob die Anfragen zum Training verwendet werden.

So starten Sie ohne grossen Aufwand

  • Wählen Sie eine Aufgabe, die Sie jede Woche haben, zum Beispiel Mahnentwürfe oder den ersten Entwurf der Offerte.
  • Messen Sie zwei Wochen, wie lange Sie vorher und nachher brauchen.
  • Notieren Sie, was die KI falsch gemacht hat. Das sind Ihre Prüfpunkte für die nächste Runde.

In MeisterOffice sind der Offertenentwurf und die Belegerfassung per Foto direkt eingebaut: Die KI schlägt vor, Sie prüfen, passen an und senden. Was es kostet, steht auf der Seite Preise.

Weniger Papierkram, mehr Baustelle

MeisterOffice erstellt Offerten, QR-Rechnungen und die Buchhaltung für Schweizer Handwerksbetriebe. Kostenlos ausprobieren, keine Kreditkarte nötig.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Praktische Tipps für Schweizer Betriebe, die Aufträge ausführen, und Neuigkeiten zum Produkt. Etwa einmal im Monat, kein Spam.

Jederzeit abbestellbar. Es gelten unsere Datenschutzbestimmungen.