Kurz gesagt: Kundinnen und Kunden finden einen Betrieb heute über Google, über Karten-Apps und zunehmend über KI-Assistenten wie ChatGPT. Alle drei verlassen sich auf dieselben Grundlagen: ein vollständiges Google-Unternehmensprofil, echte Bewertungen, überall dieselben Firmendaten, nachvollziehbare Referenzen und Einträge auf seriösen Seiten, die auf Ihre Website verlinken. Nichts davon kostet Geld, und die ersten Schritte schaffen Sie an einem Nachmittag.
Die Schritte gelten für jeden Betrieb, der bei der Kundschaft arbeitet: für den Malerbetrieb in Winterthur genauso wie für die Reinigungsfirma in Bern, den Gartenbau im Aargau oder die Hauswartung in Lugano.
1. Das Google-Unternehmensprofil vollständig ausfüllen
Das kostenlose Google-Unternehmensprofil ist der wichtigste einzelne Schritt. Es steuert, ob Ihr Betrieb in Google Maps und im Kartenteil der Suche erscheint, wenn jemand “Maler in der Nähe” oder “Reinigung Zürich” sucht.
- Wählen Sie die passende Hauptkategorie und ergänzen Sie Nebenkategorien für weitere Leistungen.
- Tragen Sie das Einzugsgebiet ein, nicht nur die Adresse.
- Laden Sie echte Fotos hoch: Team, Fahrzeug, fertige Arbeiten.
- Halten Sie Öffnungszeiten und Telefonnummer aktuell.
2. Nach jedem Auftrag um eine Bewertung bitten
Bewertungen sind für lokale Suchen das stärkste Signal nach dem Profil selbst, und sie überzeugen auch die Kundschaft. Der beste Moment ist direkt nach Abschluss, wenn die Rechnung bezahlt ist und die Arbeit noch frisch in Erinnerung ist.
Schicken Sie den direkten Bewertungslink aus Ihrem Google-Unternehmensprofil, nicht einen allgemeinen Link auf Google Maps: Der direkte Link öffnet das Bewertungsfenster sofort. Antworten Sie auf jede Bewertung, auch auf kritische, sachlich und freundlich.
3. Überall dieselben Firmendaten verwenden
Google und KI-Assistenten gleichen Angaben aus vielen Quellen ab. Schreibt die Website “Muster Malerei GmbH”, das Verzeichnis “Malerei Muster” und der Briefkopf eine alte Telefonnummer, sinkt das Vertrauen in alle drei. Legen Sie einmal fest, wie Name, Adresse und Telefonnummer geschrieben werden, und verwenden Sie diese Schreibweise überall.
4. In Verzeichnissen eintragen und ein verifiziertes Profil anlegen
Einträge in seriösen Verzeichnissen helfen doppelt: Sie bestätigen Ihre Firmendaten und bringen einen Link auf Ihre Website. Gute Startpunkte sind local.ch und search.ch, Ihr Branchenverband und die Seite Ihrer Gemeinde für lokales Gewerbe.
Eine weitere Möglichkeit ist das kostenlose Betriebsprofil auf MeisterOffice. Es wird automatisch verifiziert, zum Beispiel über das UID-Register des Bundes, zeigt Ihre Leistungen, Ihr Einzugsgebiet und Referenzprojekte und verlinkt auf Ihre Website. Erstellen können Sie es nach einer kostenlosen Registrierung bei MeisterOffice in den Einstellungen.
5. Referenzprojekte mit Fotos zeigen
Nichts überzeugt so sehr wie fertige Arbeit. Drei bis sechs gut beschriebene Projekte mit Ort, Jahr und zwei, drei Fotos sagen mehr als jede Werbeaussage. Holen Sie das Einverständnis der Kundschaft ein, zeigen Sie keine Gesichter und keine Hausnummern und beschreiben Sie in zwei Sätzen, was gemacht wurde: “Fassade eines Mehrfamilienhauses in Wil, mineralisch gestrichen, 2025.”
6. Die eigene Website auf das Wesentliche bringen
Eine Website muss nicht aufwendig sein, aber sie muss vier Fragen in zehn Sekunden beantworten: Was machen Sie, wo arbeiten Sie, was haben Sie schon gemacht und wie erreicht man Sie?
- Ein Seitentitel mit Leistung und Ort, etwa “Malerbetrieb in Winterthur”.
- Eine Liste der Leistungen und des Einzugsgebiets im Text, nicht nur im Bild.
- Telefonnummer und E-Mail-Adresse auf jeder Seite.
- Eine Seite, die auf dem Handy schnell lädt.
7. In KI-Assistenten auftauchen
Wenn jemand ChatGPT, Perplexity oder Claude nach einem Betrieb fragt, lesen diese Assistenten normale Webseiten und vergleichen die Angaben. Dateien wie llms.txt spielen dabei heute kaum eine Rolle: In unserem eigenen Server-Log von Oktober 2026 riefen KI-Crawler normale Seiten tausende Male ab, die llms.txt dagegen kein einziges Mal.
Was hilft, sind dieselben Grundlagen wie bei Google: sachliche Seiten mit klaren Angaben zu Leistungen und Region, überall dieselben Firmendaten und unabhängige Quellen, die Ihren Betrieb bestätigen, etwa Bewertungen und verifizierte Verzeichniseinträge.
8. Links von Verbänden, Lieferanten und der Gemeinde sammeln
Jeder Link von einer seriösen Seite auf Ihre Website ist eine Empfehlung. Fragen Sie gezielt nach:
- Ihren Branchenverband für das Mitgliederverzeichnis.
- Lieferanten und Partnerbetriebe für eine Referenzliste.
- Die Gemeinde oder den Gewerbeverein für das lokale Verzeichnis.
- Kundschaft mit eigener Website, zum Beispiel Verwaltungen, für eine Nennung als Partner.
Kaufen Sie keine Links und tauschen Sie keine Links im grossen Stil: Suchmaschinen erkennen das und werten es ab.
So setzen Sie es um
Beginnen Sie mit Schritt 1 und 2, sie bringen am meisten. Planen Sie danach jeden Monat eine halbe Stunde ein: ein neues Referenzprojekt, ein Verzeichniseintrag, eine Anfrage an einen Partner. Wer Offerten und Rechnungen mit MeisterOffice schreibt, kann nach jeder bezahlten Rechnung mit einem Klick um eine Google-Bewertung bitten. Mehr dazu unter Rechnung schreiben und im Hilfe-Center.